Rückenschmerzen

Der Rückenschmerz ist im Laufe des Lebens oftmals ein Zeichen degenerativer Veränderungen, also Abnutzung.

Durch knöchernen Anbau versucht der Organismus, dem Verlust an Elastizität und Stabilität entgegenzuwirken. Mit zunehmendem Alter kann er das jedoch nicht ausgleichen.

So kommt es typischerweise zum Knochenanbau in den Wirbelgelenken (Spondylarthrose) und an den Wirbelkörpern (Spondylose) und infolgedessen zum Rückenschmerz.

 

 

 

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Wie kommt es zu Rückenschmerzen?

Bei Entstehen von Spondylarthrosen und Spondylosen kommt es mit zunehmendem Alter zu einer Fehlstellung, zum Beispiel zu degenerativen Skoliosen und Spondylolisthesen. Ergebnis hiervon kann unter anderem eine Verengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose) sein. In gleicher Art und Weise werden die knöchernen Austrittsstellen der Nervenwurzeln durch die Verkleinerung gereizt, was wiederum zu ausstrahlenden Schmerzen in die Extremitäten führt. Die lokalen Schmerzen sind vornehmlich durch eine Instabilität bei Bandscheibendegeneration (Höhenverlust der Bandscheibe) sowie der Abnutzung der kleinen Wirbelgelenke begründet.

Aus den genannten Zusammenhängen ist es ganz wesentlich, den ausstrahlenden Schmerz von dem lokalen Rückenschmerz zu trennen und die richtige Therapieform zu empfehlen. Die vorgestellten Therapiekonzepte lassen sich dabei nicht ohne Weiteres von einem Patienten auf den anderen übertragen.

Schmerzbehandlung der Wirbelsäule

Lendenwirbelsäule: Darstellung der sensiblen Nerven, die die kleinen Wirbelgelenke versorgen (rot)

Die Schmerzbehandlung der Wirbelsäule ist vornehmlich die Domäne der konservativen Therapie. Sollten jedoch durch die sogenannte Spritzentherapie nur temporäre Erfolge erzielt werden und sich die Schmerzhaftigkeiten wenige Tage oder Stunden nach der Applikation regelmäßig erneut einstellen, ist eine Denervation des sensiblen Nervenstranges der kleinen Wirbelgelenke erforderlich.

Nach geprüfter Indikation durch probatorisches Anspritzen wird in Narkose mit einem mobilen Röntgengerät (Bildwandler) eine Sonde in der Nähe des kleinen Wirbelgelenkes angelegt und dieses mit einem speziellen Strom denerviert. Das heißt, die schmerzführenden Nervenfasern werden durch diese Maßnahme irreversibel unterbrochen.

Durch diese Methode, die wissenschaftlich gut geprüft ist, können auch mittelfristig und langfristig bis zu 60 Prozent der Patientinnen und Patienten zufriedenstellend behandelt werden.