Entzündungen der Wirbelsäule

Eine Spondylodiszitis ist eine Entzündung mit Befall der Grund- und Deckplatte des Wirbelkörpers sowie der dazwischen liegenden Bandscheibe. Bei Befall des Wirbelkörpers sprechen wir von einer Spondylitis (Wirbelkörperentzündung), häufig tritt diese als Begleiterkrankung mit der Spondylodiszitits (Entzündung der Bandscheibe) auf.

Die Ursachen der Erkrankung sind bakteriell, viral oder parasitär bedingt. Deformierungen der Wirbelsäule mit neurologischen Ausfallserscheinungen sind die Folgen.

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Entzündungen der Wirbelsäule (Spondylodiszitis /Spondylitis)

Die bakterielle Spondylodiszitis ist in Deutschland mit einer jährlichen Häufigkeit von 1 pro 250.000 Einwohner eine seltene Erkrankung, sie kann je­doch je nach Verlauf für den betroffenen Patienten fatale Folgen haben. So wird eine Sterblichkeit bis zu 9% angegeben. Bei einem Drittel der Erkrankten verbleiben neurologischer Defizite.

Die Behandlung orientiert sich am Schweregrad  des Wirbelsäulenbefundes und der vorliegenden Grunderkrankung des Patienten.

Bei unkomplizierten Entzündungen der Wirbelsäule ist eine konservative Therapie mit Antibiotika und Immobilisation des Patienten möglich.

Ist die Bandscheibenentzündung sehr ausgeprägt, d.h. Vorliegen von Deformitäten, neurologischen Defiziten, epiduralen Abszessen und Nichtansprechen der antibiotischen Therapie ist die operative Behandlung zwingend  notwendig. Ziel des operativen Vorgehens sind  Herdausräumung (Debridement) und Stabilisierung des betroffenen Areals. Die Stabilisierung erfolgt in Form einer Spondylodese (Versteifung) mit Knochentransplantation (meist aus dem Beckenkamm). Postoperativ ist eine gezielte Antibiose bis zur 12. Woche nach der Operation  erforderlich. Eine wöchentliche Kontrolle der Entzündungsparameter wird von uns empfohlen.