Unfallchirurgie Charité Berlin-Steglitz: Das Bild zeigt einen MRT-Bildausschnitt, auf dem ein Handgelenksganglion zu sehen ist.

Ganglion

Ganglien sind die häufigste gutartige Geschwulstbildung im Handbereich. Sie sind meist

  • sichtbar,
  • prall-elastisch,
  • von unterschiedlicher Größe und
  • mit einer klaren, gallertartigen, hoch viskösen Flüssigkeit gefüllt.

Es findet sich zudem oft ein Stiel zu einem Gelenk oder einer Sehnenscheide, von der das Ganglion ausgeht.

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Ganglien sind mit 50 bis 70 Prozent die häufigsten gutartigen Geschwulstbildungen an der Hand. Frauen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr sind dreimal häufiger betroffen als Männer. Ganglien sind jedoch auch bei Kindern zu finden.

Die Ursache für Ganglien konnte bis heute noch nicht hinreichend geklärt werden: Vermutet wird eine Veränderung von Kapselgewebe durch kontinuierliche Belastungen. Es kommt zur Ausbildung eines Ein-Wege-Ventils, das den Rückfluss der Gelenkflüssigkeit aus dem Ganglion in das Gelenk nicht mehr zulässt, wobei die Größe der Ganglien variiert. Sie sind mitunter so klein, dass sie von außen nicht sichtbar sind, und werden dann "okkulte" oder intrakapsuläre Ganglien genannt. Sie können aber auch bis zu 8 Zentimeter im Durchmesser groß werden.

Die meisten Ganglien finden sich auf der Streckseite des Handgelenks. Weitere häufige Lokalisationen sind auf der Beugeseite des Handgelenks in Verlängerung des Daumens oder auf der Beugeseite der Fingergrundglieder. Prinzipiell können Ganglien über jedem Gelenk, jeder Sehnenscheide oder jedem Ringband auftreten. Manchmal dringen sie in einen Knochen an der Handwurzel ein, sodass sie von außen nicht sichtbar sind, jedoch trotzdem Beschwerden verursachen können.

Ganglien führen neben der sichtbaren Vorwölbung, die unter Umständen ästhetisch stört, vor allem zu Schmerzen, die meist unter Belastung zunehmen. Die Schmerzen entstehen durch eine Irritation eines benachbarten Nervens. Bei Ganglien über der Streckseite des Handgelenks kommt es vor allem beim Aufstützen zu Schmerzen bei maximaler Streckung des Handgelenks.

Ganglion: Verwechselung vermeiden

Einige Erkrankungen imponieren ähnlich wie ein Ganglion und können deshalb damit verwechselt werden. Dazu zählen:

  • Entzündungen der Sehnenscheiden
  • Entzündungen der Handrückenhöcker: eine Knochenvorwölbung an der Basis des 2. und 3. Mittelhandknochens
  • Lipome (Fettgewebsgeschwulste)
  • Riesenzelltumore und
  • Aneurysmen (Aussackungen) der Speichenarterie

Da es sich bei einem Ganglion um eine harmlose Veränderung handelt, muss es nicht zwingend operativ entfernt werden. Es sei denn, das Ganglion verursacht Schmerzen oder ist ästhetisch beeinträchtigend.

Eine Punktion mit Absaugen der Flüssigkeit führt sehr häufig zu einer erneuten Füllung des Ganglions, kann aber Keime in die Tiefe verschleppen und ist daher nicht empfehlenswert.

Die operative Entfernung des Ganglions über einen Hautschnitt stellt die Behandlung der Wahl dar: Das Ganglion wird dabei mit seinem zum Gelenk ziehenden Stiel entfernt und die Gelenkkapsel an der Basis des Stiels gefenstert.

Postoperativ wird das Handgelenk für eine Woche mit einer Gipsschiene ruhiggestellt. Danach erfolgt die funktionelle Behandlung ohne Limit. Das Ganglion gilt auch nach sorgfältig durchgeführter operativer Entfernung als rezidivfreudig.

Nach der Operation ist eine Einschränkung der Handgelenksbeweglichkeit möglich, sodass über die Notwendigkeit der Physiotherapie je nach Befund entschieden werden muss.

Behandlung eines Ganglions

Da es sich bei einem Ganglion um eine harmlose Veränderung handelt, muss es nicht zwingend operativ entfernt werden. Es sei denn, das Ganglion verursacht Schmerzen oder ist ästhetisch beeinträchtigend.

Eine Punktion mit Absaugen der Flüssigkeit führt sehr häufig zu einer erneuten Füllung des Ganglions, kann aber Keime in die Tiefe verschleppen und ist daher nicht empfehlenswert.

Die operative Entfernung des Ganglions über einen Hautschnitt stellt die Behandlung der Wahl dar: Das Ganglion wird dabei mit seinem zum Gelenk ziehenden Stiel entfernt und die Gelenkkapsel an der Basis des Stiels gefenstert.

Postoperativ wird das Handgelenk für eine Woche mit einer Gipsschiene ruhiggestellt. Danach erfolgt die funktionelle Behandlung ohne Limit. Das Ganglion gilt auch nach sorgfältig durchgeführter operativer Entfernung als rezidivfreudig.

Nach der Operation ist eine Einschränkung der Handgelenksbeweglichkeit möglich, sodass über die Notwendigkeit der Physiotherapie je nach Befund entschieden werden muss.