Das Bild zeigt eine Ärztin am Schreibtisch im Gespräch mit einem Mann und einer Frau.

Patellaluxation/-subluxation

Die Patella (Kniescheibe) dient der Kraftübertragung der Oberschenkelstreckmuskulatur auf den Unterschenkel. Bei der Luxation wird die Patella aus dem Gleitlager heraus gedrängt. Dies kann durch einen mangelhafte Bandführung oder angeborene Bindegewebsschwäche bedingt sein.

Bei der Patellasubluxation "springt" die Kniescheibe nicht vollständig aus ihrem Gleilager, der nicht optimale Lauf führt jedoch zu einer vermehrten Abnutzung/Schädigung des Knorpels von Kniescheibe und Oberschenkelrolle.

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Behandlung

1. Lateral release:

Arthroskopisch wird das seitliche, außen die Patella führende Band durchtrennt und somit eine "Lockerung" der Kniescheibe erreicht. Hierdurch erreicht man eine bessere Kongruenz von Patella- und Oberschenkelrollengleitfläche.

2. OP nach Elmslie:

Durch Versetzung des Ansatzes der Patellasehne am Schienbeinkopf (Tuberositas patellae) nach innen/vorne wird der Patellalauf verbessert und der Anpressdruck verringert.

3. MPFL-Plastik:

Bei häufigem Herausspringen der Patella nach außen (laterale Luxation) kann die Kniescheibe nach innen "gezügelt" werden. Hierbei wird das mediale patello-femorale Band an der Innenseite der Kniescheibe durch die  körpereigenen Semitendinosussehne verstärkt, das Kniegelenk wird dabei nicht eröffnet.