Unfallchirurgie Charité Berlin-Steglitz: Das Bild zeigt einen Kniebereich sowie die linke Hand mit Unterarm eines Physiotherapeuten, der das Knie behandelt wird.

Knorpelschaden

Der Knorpel eines Gelenkes dient dem Schutz des Gelenkes, ermöglicht das reibungslose Gleiten der beiden Gelenkpartner aufeinander und fungiert als Puffer.

Schädigungen des Knorpels können Folge eines Unfalls, einer Fehlbelastung (Beinachse, Übergewicht) oder anderer Erkrankungen sein.

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Behandlung von Knorpelschäden (arthroskopisch):

Debridement/Lavage

Durch die Gelenkspülung (Lavage, "Gelenktoilette") werden abgelöste Knorpelfragmente entfernt und geglättet. Dadurch wird der Vergrößerung des Defektes entgegengewirkt und die begleitende Entzündung der Gelenkschleimhaut reduziert.

Mikrofrakturierung

Defekte können arthroskopisch durch die Eröffnung der Blutgefäße in der Knochenschicht unter dem Gelenkknorpel behandelt werden. Hierbei kommt es zu einer Einschwemmung von Stammzellen aus dem Knochenmark, die sich zu einem Ersatzknopel differenzieren und die Bewegungs- und Belastungsfähigkeit des Gelenkes verbessern.

Knorpeltransplantation (ACT)

In einer ersten Operation werden Knorpelzellen (Chondrozyten) entnommen. Diese werden im Labor gentechnisch vermehrt und in einer zweiten Operation über einen kleinen Schnitt auf den Knorpeldefekt aufgetragen und fixiert.

Osteochondrales autologes Transplantat System (OATS)

Ein Knorpel-Knochen-Zylinder wird aus einer nicht belasteten Zone des Kniegelenks entfernt und im Pressfit-Verfahren an der Stelle des Knorpeldefektes eingebracht.

Umstellungsosteotomie

Eine ausgeprägte Fehlstellung kann zur Schädigung des Knorpels nur auf einer Seite (innen/außen) des Kniegelenks führen. Durch die Korrektur der Beinachse kann die Entlastung der geschädigten Seite durch Belastungsübernahme der gesunden Seite erreicht werden. Verschiedene Methoden stehen dafür zur Verfügung: Open/Closed-Wedge-Verfahren femoral oder tibial.