FAQ – häufig gestellte Fragen

In der Ambulanz oder der Rettungsstelle der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Charité – Universitätsmedizin Berlin wird Ihr Krankheitsbild eingehend mit Ihnen besprochen inklusive Therapieempfehlung. Bei aktivem Handlungsbedarf erfolgt die weitere Planung zusammen mit dem Patientenmanager.

In diesem Gespräch wird selbstverständlich auf persönliche Wünsche eingegangen und ein entsprechender Zeitplan zur Aufnahme und stationären Behandlung mit Ihnen besprochen. In der ambulanten Vorbereitungsphase wird versucht, möglichst sämtliche Fragen zu klären. Alle notwendigen Operationsvorbereitungen für Eingriff und Narkose werden in der Regel ambulant durchgeführt.

Sie befinden sich hier:

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Hilfe oder Beratung benötige?

Sie können zunächst Ihre Probleme mit Ihrem zuständigen Hausarzt oder niedergelassenen Orthopäden besprechen. Sollte Ihr behandelnder Arzt oder sollten Sie selbst den Wunsch haben, sich mit der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie in Berlin-Steglitz in Verbindung zu setzen, dann wenden Sie sich an die Spezialsprechstunden. Einen Termin erhalten Sie über:

+49 30 450 515 746

+49 30 450 515 747

Sollte eine dringende Behandlungsindikation bestehen, können Sie sich jederzeit in der Rettungsstelle vorstellen.

Wie gestaltet sich der Krankenhausaufenthalt?

Nach entsprechender ambulanter Vorbereitung erfolgt in der Regel am Operationstag die stationäre Aufnahme. Falls möglich, wird noch am Aufnahmetag die operative Behandlung durchgeführt, da das Risiko von Wundheilungsstörungen, Thrombosen usw. dadurch verringert werden kann.

Je nach Eingriff ist mit unterchiedlich langer stationärer Behandlung zu rechnen: Ihr aufklärender Arzt beziehungsweise Ihre aufklärende Ärztin kann Ihnen vorweg einen erfahrungsgemäßen Anhalt geben. Dieser kann jedoch nie verbindlich sein, da er immer vom individuellen Verlauf der Genesung abhängt.

Sie werden dann mit einem vollständigen Entlassungsbrief, adressiert an den einweisenden Arzt, und nach einem Entlassungsgespräch in die ambulante Weiterbetreuung überwiesen. Hier erfolgt die Nachbehandlung. Sie wird im Wesentlichen durch den niedergelassenen Allgemeinmediziner oder Orthopäden geführt. Der oder die Weiterbehandelnde erhält seitens der Klinik ein empfohlenes Nachbehandlungsschema.

Unmittelbar nach der stationären Behandlung sollte bei vielen Eingriffen mit der krankengymnastischen begleitenden Therapie begonnen werden. Falls eine neurologische, unfallchirurgische oder orthopädische Anschlussheilbehandlung notwendig ist, ist das Klinikteam selbstverständlich bei der Organisation und der notwendigen Abarbeitung der zahlreichen Formalitäten behilflich beziehungsweise übernimmt das Gros der notwendigen Verwaltungsarbeiten. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, unterstützen wir bevorzugt eine ambulante Rehabilitationsbehandlung.

Die weitere Betreuung wird in der Regel durch die behandelnde D-Ärztin, den behandelnden D-Arzt oder Orthopäden durchgeführt. Sie oder er kennt sich mit den persönlichen Gegebenheiten am besten aus und wird die Therapie auf Ihre Person zuschneiden.

Was muss ich bei der Medikamenteneinnahme vor nicht dringend notwendigen Operationen beachten?

Gerinnungshemmer: Bis auf wenige Ausnahmen müssen vor allen Operationen orale gerinnungshemmende Medikamente abgesetzt werden. Wenn notwendig, sollte eine Gerinnungshemmung mittels subkutaner Gabe von niedermolekularem Heparin erfolgen.

Bei Phenprocoumon-Patienten sollte der Quick-Wert bei Einweisung über 60 Prozent liegen. Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS oder Clopidogrel sollten mindestens 8 Tage präoperativ abgesetzt sein. Die Umstellung von oraler Antikoagulation auf die parenterale Gabe kann auch nach Absprache über das Patientenmanagement erfolgen.

Orale Antidiabetika: Metforminhaltige Antidiabetika müssen spätestens 48 Stunden präoperativ abgesetzt werden.

Was, wenn in der postoperativen Phase verstärkt Probleme auftreten?

Sollte es in der postoperativen Phase zu erheblichen Problemen, Störungen beziehungsweise zu einer Verschlechterung der Behandlungsergebnisse kommen, so sollten Sie sich an Ihren niedergelassenen Orthopäden beziehungsweise Ihre niedergelassene Orthopädin wenden. Falls der niedergelassene Kollege ebenfalls der Auffassung ist, dass eine Wiedervorstellung in einer der Spezialsprechstunde der Unfallklinik in Berlin-Steglitz erforderlich ist, so besteht selbstverständlich die Möglichkeit einer dortigen postoperativen Konsultation.

Bitte besprechen Sie ebenfalls mit Ihrem Arzt des Vertrauens die notwendigen diagnostischen Maßnahmen wie Schichtbilduntersuchung, CT, MRT, Röntgenuntersuchung und neurologische Untersuchungen. Bringen Sie deren Ergebnisse zu dem ambulanten Konsultationstermin mit, um unnötige Doppeluntersuchungen und lange Wartezeiten zu vermeiden.