Ambulantes Operieren

Seit 2014 bietet die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Charité – Universitätsmedizin Berlin am Campus Benjamin Franklin ambulante Operationen an – in einem eigens dafür eingerichteten Operationszentrum (AOZ).

Dort werden minimal-invasive chirurgische Operationen in Regionalanästhesie oder kurzer Allgemeinanästhesie durchgeführt.

Falls bei Ihnen eine Operation notwendig ist: Besprechen Sie mit den Ärzten der Unfallchirurgie in Berlin-Steglitz, ob sie ambulant durchgeführt werden kann.

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Was spricht für eine ambulante Operation?

Viele Operationen können heute ohne stationäre Aufnahme in Facharztpraxen, Kliniken oder Tageskliniken durchgeführt werden. Moderne Operationstechniken wie minimal-invasive chirurgische Methoden und schonende Narkosen belasten den menschlichen Organismus weniger und machen so viele Operationen ambulant möglich.

Der Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. gibt Ihnen ausführliche Antworten auf Fragen zu diesem Themenbereich, aber auch Beispiele für Operationen, die ambulant durchführbar sind.

In jedem Fall erfahren Sie im Rahmen eines Aufklärungsgespräches,

  • die Erfolgsaussichten und Risiken,
  • die Nachbehandlung und
  • gegebenenfalls alternative Behandlungsmethoden über den geplanten Eingriff.

Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Gesundheitszustand ein lokales Narkoseverfahren erlaubt: Je nach Eingriff entscheidet die Unfallchirurgin oder der Unfallchirurg mit den Kollegen der Anästhesie über das Narkoseverfahren, also über Lokalanästhesie, Regionalanästhesie oder Vollnarkose.

Abhängig von der Art der Operation und Narkose können Sie in der Regel ab 4 Stunden nach Ende des Eingriffs wieder entlassen werden. Eine häusliche Betreuung bis 24 Stunden nach der Operation durch einen Angehörigen oder eine Angehörige sollte gewährleistet sein.

Für ambulante Operationen sprechen verschiedene Gründe:

  • Sie sind schneller wieder in Ihrer vertrauten häuslichen Umgebung.
  • Es kommt seltener zu Wundinfektionen. Durch den kurzen Aufenthalt sinkt die Gefahr, sich mit "Krankenhauskeimen" zu infizieren.
  • Sie bestimmen wann, wo und von wem Sie operiert werden. Hier ist auch Ihre Eigenverantwortung gefordert.
  • Die Betreuung durch Ihre Fachärztin beziehungsweise Ihren Facharzt ist ohne ständigen Personalwechsel gewährleistet.

Ambulante operative Eingriffe

Folgende Operationen können aufgrund des geringen operativen Traumas ambulant angeboten werden.

Unfallchirurgische Eingriffe:

  • kleine Materialentfernungen

Arthroskopische Operationen am Kniegelenk:

  • Verletzungen der Menisken:
    Naht (Refixation)
    Teilentfernung
  • Knorpelschäden (degenerativ oder traumatisch):
    Knorpelglättung
    Mikrofrakturierung/Anbohrung

Arthroskopische Operationen am Schultergelenk:

  • Gelenkmaus (Osteochondrosis dissecans)
  • denerativer Knorpelschaden: Anbohrung/Mikrofrakturierung)
  • diagnostische Spiegelung

Arthroskopische Operationen am Handgelenk:

  • Gelenkmaus (Osteochondrosis dissecans)
  • degenerativer Knorpelschaden: Anbohrung/Mikrofrakturierung
  • diagnostische Spiegelung

Minimal-invasive offene handchirurgische Einriffe:

  • Karpaldachspaltung (KTS)
  • Ganglionentfernung
  • Narbenkorrekturen

Infiltrationen:

  • an den Facettengelenken der Wirbelsäule
  • am Iliosakralgelenk (ISG)
  • am Hüftgelenksschleimbeutel (Bursa trochanterica)

Mögliche Narkoseformen

Lokalanästhesie (örtliche Betäubung):

  • Es erfolgt eine örtlich begrenzte Schmerzausschaltung in dem zu operierenden Körperbereich, z.B. der Finger.

Regionalanästhesie (Teilnarkose):

  • Die Schmerzausschaltung findet in einem Teil des Körpers statt, z.B. in einem Arm oder Bein. Das Bewusstsein bleibt dabei voll erhalten.

Allgemeinanästhesie (Vollnarkose):

  • Das Bewusstsein und Schmerzempfinden wird im ganzen Körper ausgeschaltet.