Weiterbildung

Die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie bietet folgende Weiterbildungen an:

  • Basischirurgie i.S. des Common Trunc (Prof. Ertel, 24 Monate)
  • FA Orthopädie/Unfallchirurgie (WBO 2004) (Prof. Ertel, 48 Monate)
  • Spezielle Unfallchirurgie (Prof. Dr. W. Ertel, 36 Monate)
  • Handchirurgie (Dr. Krüger, 36 Monate)

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Curriculum Basisweiterbildung Chirurgie ("Common Trunk") und Facharzt für Orthopädie/Unfallchirurgie

Die neue Weiterbildungsordnung sieht für die Weiterbildung zum Facharzt Unfallchirurgie/Orthopädie zunächst für 2 Jahre einen "Common Trunk" vor, danach erfolgt die Ausbildung in den Fächern Unfallchirurgie und Orthopädie. Der "Common Trunk" setzt sich aus 4 halbjährlichen Rotationen zusammen. Die beiden ersten Halbjahre werden von den Berufsanfängern auf der Normalstation absolviert. Die jungen Kollegen werden mit den Grundprinzipien der Chirurgie und der Stationsarbeit vertraut gemacht.

Hieran schließt sich ein halbes Jahr Rotation auf der Chirurgischen Wachstation an. Das vierte halbe Jahr wird in der Rettungsstelle absolviert, in der die jungen Mitarbeiter eine vollständige Weiterbildung in der Akutversorgung vom einfach verletzten bis zum polytraumatisierten Patienten erlernen.

Im Anschluß an die Absolvierung des Common Trunks schließt sich die spezielle Facharztweiterbildung für das Gebiet Unfallchirurgie/Orthopädie an. In den nun folgenden vier Jahren absolviert der Assistent in der Weiterbildung eine jährliche Rotation durch die einzelnen Teams.

Weiterbildungsberechtigungen

Die Klinik verfügt neben der vollen Weiterbildungsberechtigung zur Erlangung der Facharztreife Orthopädie/Unfallchirurgie über folgende zusätzlichen Weiterbildungsbefugnisse:

  • Basischirurgie i.S. des Common Trunc (Prof. W. Ertel, 24 Monate)
  • FA Orthopädie/Unfallchirurgie (WBO 2004)(Prof. Ertel, 48 Monate)
  • Spezielle Unfallchirurgie (Prof. W. Ertel, 36 Monate)
  • Handchirurgie (OA Krüger, 36 Monate)

Lehre

Die Lehre ist ein zentraler Bestandteil der Klinik. Die Lehrverpflichtungen der Klinik sind vielfältig, sodass junge Assistenten spätestens nach Ablauf des "Common trunk" mit Lehraufgaben betraut werden (bedside-teaching). Dem fortschreitenden Weiterbildungsstand entsprechend werden auch die Lehrverpflichtungen angepasst.

Dienstmodell

Die Klinik für Unfallchirurgie hat ein Dienstmodell, dass auf dem Prinzip der 5-Tage-Woche basiert. Montag bis Donnerstag wird in jeweils 3 Sälen operiert. Am Freitag stehen zwei Operationssäle für das Elektivprogramm zur Verfügung. Samstag und Sonntag ist das Programm für Notfalleingriffe vorbehalten. Sowohl unter der Woche, wie auch am Wochenende wird das Tagesprogramm von einem Tagdienst übernommen. Die Versorgung in der Nacht ist durch einen erfahrenen Assistenten im Bereitschaftsdienst und einem Assistenten im Rufdienstgewährleistet. Rufdienst hat jeweiligs eine Oberärztin oder ein Oberarzt.

Strukturierte Weiterbildungsplanung

Die Weiterbildung setzt sich zunächst aus einem zweijährigen Common Trunk zusammen und einer anschließenden vierjährigen Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Die Rotation der Assistenten nach Abschluß des "Common Trunk" erfolgt jährlich durch alle Teams. Im folgenden werden die Inhalte und Ziele der Weiterbildung kurz skizziert:

1. Jahr Aufnahmen, Behandlungskonzepte, Operationsverfahren, Nachbehandlungsschemata Kleine Materialentfernungen, Bursektomien etc. ATLS
2.Jahr 6 Monate Wache-Rotation, Training des pathophysiologischen Verständnisses, Management von Notfällen, 6 Monate Erste Hilfe Diagnosestellung, Notfallversorgung, initiale Versorgung von Luxationen Materialentfernungen, Weber-B-Frakturen, Olekranon Zuggurtung etc. AO Kurs 1
3.Jahr Poliklinische Versorgung der jeweiligen Spezialsprechstunden Frakturversorgung, erste Assistenz bei großen OP's AO-Kurs 2
4.-7.Jahr Grundlagen des Durchgangsarztverfahrens und Begutachtungen Wirbelsäule: Bandscheiben, Frakturen, Dekompression; Becken: Knie und Hüftendoprothetik; Extremitäten: große Frakturversorgung inklusive kindlicher Frakturen Spezialkurse

Am Ende des 3. Jahres ist der Übergang vom 2. in den 1. Dienst vorgesehen. Im 6. Ausbildungsjahr sollte der Assistent in der Lage sein, selbständig das Management von Polytraumen zu bewältigen.

Als Universitätsklinik mit höchstem wissenschaftlichem Anspruch wird erwartet, dass die Mitarbeiter der Klinik aktiv an der Forschung teilnehmen und sich im Laufe ihrer Weiterbildung eigen Forschungsschwerpunkte erarbeiten. Es ist vorgesehen, dass jeder Assistent in seiner Karriere ein Jahr von der Klinik zu diesem Zweck freigestellt wird.